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Ausgabe Juni 2025
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Hallo Du lieber

Potentialentfaltungsmensch!



Wann entfalten sich Potentiale?

Diese Frage haben wir gemeinsam auf unterschiedliche Arten ergründet und jeder beantwortet diese Frage für sich in der Praxis nun individuell. Deine Geschichte zu teilen kann hierbei ganz neue Inspiration und Potentiale entfalten bei den Menschen, die es lesen.


In dieser Ausgabe geht es um lebendige Potentialentfaltung.


Im heutigen Newsletter liest Du:

Potentialentfaltung in Unternehmen:


Wie Vertrauen und Veränderung im Unternehmen von innen heraus wachsen können.


Neues vom Hof Kattenbicke:


Ein wunderbares Beispiel für die Umsetzung von Ideen und ko-kreativem Wachstum.


Wie du hier mitwirken kannst:


Wir sind auf der Suche nach Resonanz und Austausch. Bist du mit dabei?



Wie Potentialentfaltung in einem Unternehmen

möglich sein kann: 

geschrieben von Tine



Hey, mein Name ist Tine und ich war in der sehr glücklichen Position, dass mein Arbeitgeber mir diese "Ausbildung" ermöglicht und finanziert hat. Ohne dass ein spezieller Businesskontext herausgestellt ist, ohne Erfolgsversprechen oder fancy Businesstools. Mir wurde das Vertrauen entgegengebracht, dass ich das, was ich lerne, einbringen würde in unser Unternehmen. Allein dieses Vertrauen sagt schon etwas über die Menschen hier im Unternehmen aus. 

In der Firma, in der ich arbeite, liegt der Fokus auf der Einführung und Schulung von Softwarelösungen in produzierenden Firmen. Seit Corona wird viel im Homeoffice gearbeitet und das soll an der Stelle gar nicht verteufelt werden, denn es ist von allen Mitarbeitern hochgeschätzt. Jedoch ist das Miteinander etwas ganz Anderes. Online läuft man sich im Firmenkontext eher weniger zufällig über den Weg, was im Büro immer wieder passiert, auf dem Flur, an der Kaffeemaschine. Du triffst alte und neue Kollegen und kommst ins Gespräch und gehst mit einem Lächeln im Gesicht auseinander.


Das, was die meisten Mitarbeiter bemängeln, ist die interne Kommunikation. Außerhalb der eigenen Abteilung wird der Austausch an Informationen oft als unzulänglich empfunden. Es gibt auch viele Vorwürfe in Richtung der Vorgesetzten. Entscheidungen werden angezweifelt, wenig Präsenz wird vorgeworfen oder gar falsche Entscheidungen. Es wird insgesamt viel kritisiert und das vor allem von altgedienten Mitarbeitern und neuen Mitarbeitern, denen oft zu viel angetragen wird. Neues wird teilweise nur schwer akzeptiert, frühere Zeiten werden romantisiert und es herrscht insgesamt eher ein Tenor von Kritik und Resignation.

Das klingt gar nicht mal so schön, oder? Aber entspricht das der ganzen Wahrheit?

Nein. Natürlich nicht. Diese Punkte sind nicht unüblich. Ich glaube, sie finden sich in jeder ähnlich gestalteten Firma. Das Problem ist: Es geht nicht an den Kern. All das, was getan wird (ausgenommen die persönlichen Unterstützungen vielleicht) sind kurzfristige Möglichkeiten und gute regelmäßige Maßnahmen für die Mitarbeiter. Die Frage, die sich aber intern gestellt wurde, war: Wie erreiche ich die Menschen hier wirklich? Wie bringen wir sie mit ins Boot so, dass es nicht nur ein Job ist, sondern eine Arbeit, die auch erfüllend ist? Wie erreichen wir die Menschen da, wo sie stehen?


Also, was wurde getan und was machen wir aktuell? Zunächst einmal war es wichtig, dass die Probleme gesehen und nicht übersehen werden. Eine Entscheidung fiel: Wir wollen handeln. Wir wollen Veränderung, und zwar nicht von außen herbeigeführt, sondern von innen heraus. So wurden und werden Mitarbeiterbefragungen durchgeführt und als Folge daraus eine eigene interne Gruppe mit Mitarbeitern gegründet, die sich alle für Veränderung aus der Mitte heraus, starkmachen. Die Geschäftsführung unterstützt dies, indem die Mitarbeiter sehr vertrauensvoll die Zeit zur Verfügung haben und auch nahezu komplett freie Hand haben in den Maßnahmen, die ergriffen werden.


So finden sich hier jede Woche 6 Mitarbeiter zusammen, die sich mit den Problemen und Potentialen auseinandersetzen und an Ideen arbeiten, was für alle dienlich sein kann. So entstanden zum Beispiel die internen Werteworkshops: eine Einladung an alle Mitarbeiter (bis max. 7 Teilnehmer je Workshop), indem sich mit eigenen Werten, den Firmen-Werten und wie diese aktiv gelebt werden können, beschäftigen. Die Beobachtung hier ist, dass das aktive mischen von alten und neuen Mitarbeitern sowie aus unterschiedlichsten Abteilungen, die sich teils untereinander gar nicht kennen, alle mit dem Gefühl rausgehen: Wir haben alle sehr ähnliche Werte und auch die Werte des Unternehmens passen zu meinen eigenen. Somit entsteht - ohne, dass es das erklärte Ziel - war ein Gefühl von Verbundenheit, welches sich weiterträgt.


Wir laden ein, wir hören zu und wir fragen auch nach der eigenen Verantwortung: Was kannst du selbst tun? Was kannst du, wenn du jetzt rausgehst, anders angehen oder direkt umsetzen? Und das findet auch mehr und mehr außerhalb der Workshops statt. Es sind die Telefonate und Gespräche, die länger dauern, als nur eben das Thema worüber man eigentlich sprechen wollte. Es ist das Gesehenwerden und die Präsenz, die sich durch ein paar Menschen vermehrt und weiterbringt ins gesamte Unternehmen. Und das ist das Wesentliche aus meiner Sicht und das Nachhaltigste. Das ist für mich Potentialentfaltung live. So einfach, es braucht lediglich den Moment, die Präsenz und die Verbindung, die einen ganzen Tag oder mehr verändern können. Und doch ist es mit das Schwerste vor allem in der Business-Welt, mit Controlling und Zahlen, denn wie willst du das messen?

Wir messen uns auch an den umgesetzten Schritten, die wir auf und mit Initiative der Mitarbeiter umsetzen, z.B. das Einführen von Walk & Talk Meetings, oder das Erstellen des internen Newsletters mit der sehr beliebten Kategorie 'was mich richtig abnervt‘. Und demnächst starten die Begegnungen mit der Geschäftsführung. Auch sie werden zu den selbst gestalteten Werteworkshops eingeladen und wir sind sehr gespannt zu erfahren, was ihre Sichtweise ist und wie es machbar sein wird den vermeintlichen Graben zwischen Belegschaft und Führung zu verkleinern.



Als Fazit kann ich sagen und all das findet sich in uns und unserer Ausbildungsreise wieder:

  • Wichtig ist, dass es aus der Mitte heraus entsteht, dass es den eigenen Mitarbeite sind, die überzeugt und motiviert sind und einen Weg gemeinsam gehen wollen.

  • Es ist klar, dass kein Schalter von X auf Y umgestellt werden kann. Einladen, zuhören und aufrichtige Wertschätzung und Interesse aneinander ist das, was Vertrauen schafft, so dass mehr und mehr sich ebenso einbringen.

  • Nicht jeder wird mitmachen, dabei sein oder begeistert sein. Das macht die Sache an sich nicht schlecht sowie es auch diesen Menschen nicht schlecht macht. Da wo es holprig wird, gibt es immer etwas zu lernen und zu entdecken. Spannend, lass uns zuhören, lass uns hinsehen.

  • Es gibt keinen X- Schritte Masterplan, die Reise und das Nichtwissen „wie" ist der wesentliche Teil des Weges und genau das macht es doch so spannend: Wir haben doch alle keine Ahnung :)

Wir sind weiter auf dem Weg und ich hoffe, ich konnte mit ein paar Beispielen ein kleines Bild davon weitergeben, wie Potentialentfaltung live gelebt werden kann. Ich möchte hier gern zum Abschluss zu zwei Dingen ermutigen:

  1. Wenn es dir in deinem Umfeld und in deiner Firma vielleicht zunächst absolut unvorstellbar erscheint, versuch es doch mal. Sprich Dinge an, starte Initiativen und Ideen. Vielleicht wirst du überrascht sein, wer plötzlich mit dir dasteht.

  2. Wenn du weitere Fragen oder Inspirationen zur Potentialentfaltung in Unternehmen hast, freue ich mich sehr über einen Input und Austausch mit Dir unter tine@noema.jetzt oder via Instagram: @noema_jetzt


Neues vom Hof Kattenbicke:



Im letzten Newsletter haben wir euch Sabrinas Projektidee, einen Ort für Begegnung, Entfaltung und Leichtigkeit sowie gemeinsames Entdecken, Gestalten und Wachsen, auf ihrem idyllischen Hof vorgestellt.


Daraufhin haben sich vier Potentialentfaltung-Coaches aus verschiedenen Ausbildungsklassen zusammengetan und vorerst in Online-Meetings gemeinsam Pläne geschmiedet und ein Konzept erarbeitet.


Am Rande des kleinen Städtchens Waldeck am Edersee bieten sie nun auf dem Hof Kattenbicke Workshops in der Interaktion mit Pferden in kleinen, persönlichen Gruppen an.


Das Team vereint Sabrina, Kerstin, Simone und Frank im gemeinsamen Wirken. Alle bringen dabei ihre besonderen Potentiale und Fähigkeiten ein und arbeiten darüber hinaus an neuen Visionen zum Thema Inklusion ohne Grenzen.


In der vierteiligen Workshopreihe „Siehst du mich?” sowie weiteren Workshops und Seminaren in einer wunderschönen Umgebung können Teilnehmende in einer achtsamen und inspirierenden Atmosphäre klarer erkennen, wer sie selbst sind und wie sie ihr Leben bewusst gestalten möchten.

Gemeinsam mit den Pferden, als unvoreingenommene Begleiter, wird ein Raum für Klarheit, Tiefe und Selbstentfaltung gehalten. In der Begegnung mit den Tieren, Achtsamkeitsübungen und Reflexionsrunden wird dazu eingeladen, zentrale Fragen des eigenen Lebens zu erforschen:

  • Achtsamkeit für mich selbst: Wie kann ich präsent und im Moment sein?

  • Meine innere Stärke erkennen: Was macht mich einzigartig?

  • Potentiale entfalten: Welche verborgenen Möglichkeiten möchte ich leben?

  • Werte und Ziele klären: Was ist mir wichtig und wie möchte ich meinen Weg gestalten?

Hier können Menschen zur Ruhe kommen, gesehen werden und gemeinsam wachsen.

Es ist ein gelungenes Beispiel für ko-kreatives Ausprobieren und die Umsetzung von Ideen.


Das Team vom Hof Kattenbicke freut sich, wenn ihr einmal vorbeischauen möchtet.

Informationen und Termine findet ihr auf der Homepage:

Webseite: Klicke hier

Instagram Kattenbicke: Klicke hier

Instagram DeinPotential: Klicke hier



Wie du mitwirken kannst:


Wie Du vielleicht gemerkt hast, haben wir den anfänglichen Rhythmus von allen 3-4 Monaten einen Newsletter dieses Mal nicht eingehalten. Das liegt hauptsächlich an zwei Gründen:

  • Private und berufliche Verpflichtungen, die wenig Raum ließen

  • Wenig bis gar keine Resonanz und neue Projekte aus der Community

Daher möchten wir, als derzeit sehr kleines Newsletter-Team an dieser Stelle nochmal herzlich dazu einladen, auch deine Geschichte zu teilen, diese Möglichkeit und Plattform zu nutzen für Dich und Deine Idee und dein Projekt hier vorzustellen. Oder uns auch einfach nur Resonanz und Austausch zum Newsletter zu geben. 


Solltest Du von jemanden hören, dass er diesen Newsletter nicht erhält, dann steht für solche technischen Prüfungen der younity support zur Verfügung unter vip-support@psionline.zendesk.com


Für Resonanz, Feedback, Anregungen oder gern auch Kritik sowie die Vorstellung deiner Ideen und Projekte melde dich unter der E-Mail: alumni@potential-entfaltung.academy


Und sehr, sehr gern kannst Du Dich auch melden, um das Newsletter-Team zu unterstützen und Teil davon zu werden.


Und abschließen möchten mir mit dieser kleinen Geschichte von Tine:

„In einigen Gesprächen mit Kollegen, während ich ihren Geschichten zuhörte, hatte ich den Gedanken: Wir beide arbeiten doch im gleichen Unternehmen? Wie können unsere Erfahrungen nur so weit voneinander entfernt liegen? Das war wirklich ganz erstaunlich für mich. Doch eigentlich ist die Antwort sehr einfach zu geben denn:

"Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, sondern so wie wir sind." (Frei nach Anaïs Nin).

Also wir wünschen Dir eine erfüllende Zeit und gib gut auf Dich acht.


Es grüßt dich dein Alumni-Newsletter-Orga-Team 💚
Ursula, Frank und Tine


Dieser Newsletter wird von Alumnis der Gerald Hüther Ausbildung konzipiert und verfasst und im Namen von younity versendet.


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